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BoundCon 2026

Am Wochenende hat sich ergeben, dass einige aus dem RopeConnection – Orgateam und andere Seilbegeisterte aus Münster auf der BoundCon in München waren.  

Wir hatten ein paar spannende Tage mit schönen, aber auch weniger schönen Eindrücken. 

Anders als man bei dem Namen vermuten könnte, ist die BoundCon keine fessel/shibarizentrierte Veranstaltung. Man könnte es „gar böse“ herunterbrechen und sagen, sie sei eine Fetischmesse mit einigen seilzentrierten Bühnenvorstellungen. 

Wir haben einige Menschen getroffen, die wir kannten und einige neue Menschen aus der „Fesselszene“ kennengelernt. Aber auch die Gäste, die wir nicht kennenlernen durften, waren bunt durchmischt. Viele tolle Outfits in vielen Körperformen, es war toll anzusehen. Auf den beiden Bühnen gab es einige wirklich toll inszenierte Vorstellungen – auch welche, die über das „klassische Bild“ von Shibari hinaus gingen oder es neu interpretieren.  

Einen Dämpfer gab es nach unseren Empfindungen im Bereich der Vielfalt und dem generellen Frauenbild von Seiten der Veranstaltenden. Auf den Bühnen gab es fast ausschließlich „normschöne“ Frauenkörper zu sehen, welche teilweise recht spärlich bekleidet waren. Da hätten wir uns auch ein wenig mehr Repräsentation der Realität gewünscht. Es gab eine Fesselecke – die wirklich gut umgesetzt war. Dort gab es Matten, Kissen, ein nettes Ambiente und sogar schon fertige Fesselringe und Bamben. Der Bereich war offen einzusehen und jeder konnte einen beim Fesseln und spielen sehen – aber wer sich mehr Privatsphäre wünscht ist auf einer Messe vermutlich falsch. Die organisierenden Personen haben sehr genau darauf geachtet, dass keine Bilder gemacht wurden. Das war wirklich sehr gut! 

Aber zurück zum eigentlichen Thema. In diesem Fesselbereich haben wir in der Zeit, wo wir dort waren, nur zwei Paare gesehen bei denen die fesselnde Person weiblich und das Model männlich gelesen war. Spoiler – beide kamen aus Münster. 😉 
Das fanden wir ein wenig schade. Denn, wenn wir uns unser Fesseltreffen ansehen, dann bildet diese Ungleichgewicht keineswegs die Realität ab.  

Als kleines Fazit möchten wir damit abschließen, dass die Messe eine tolle Möglichkeit ist, sich mit anderen zu vernetzen, Kleidung und „Spielzeug“ auch mal außerhalb des Onlinehandels zu probieren und sich ein paar schöne Shows oder Menschen in fantastischen Outfits anzusehen. Man muss sein Weltbild im Bezug auf die Sexualisierung weiblicher Körper – aber auch die Seite weiblicher „Creatorinnen“, welche diese Situation kommerziell ausnutzten – definitiv für ein paar Tag ruhen lassen. 

Immerhin haben wir eine neue Lektüre für unsere RopeConnection-Kiste gefunden. Und ja, natürlich direkt mal reingelesen. 🙂 

Wir sind jedenfalls froh, wieder Zuhause zu sein und freuen uns auf unseren nächsten Fesseltreff, wo alle willkommen sind,  ganz gleich welchem Ideal sie entsprechen oder nicht. 

Fesselnde Grüße,
eure RopeConnection

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Hasi, das hier ein wenig mit den Bits und Bytes herumspielen darf. :)